La Francigena
dei Pellegrini

 

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La Via Francigena

Die Via Francigena - eine Vorstellung für die Pilger aus dem Ausland

 

La Confraternita di S.Jacopo di Compostella

Chiesa dei Padri Antoniani (Ospitalieri del Tau)
S. Antonio di Ranverso (TO)

Die Via Francigena ist ein Pilgerweg, der aus Frankreich kommt.
Mit diesem Namen wurden mehrere Pilgerwege, die aus Richtung Westen nach Italien führten, bezeichnet.
Eine der beiden wiederentdeckten Hauptrouten wurde von den Pilgern benutzt, die aus Spanien und Südfrankreich nach bzw. von Santiago unterwegs waren. Er führt über den Monginevro-Pass durch das Susa-Tal, durchquert Turin und endet in Vercelli.

Der zweite Hauptweg ist der Weg, den die Pilger verwendeten, die aus Nordfrankreich und England kamen. Dieser führt über den Gran San Bernardo und durch Aosta und endet ebenfalls in Vercelli.
Hier vereinigen sich beide Wege und verlaufen dann weiter über Pavia, Piacenza, Fidenza, Cisa-Joch, Pontremoli, Lucca, Siena, Bolseno, Viterbo bis nach Rom.
Neben diesen beiden Hauptrouten muss noch ein dritter Weg genannt werden. Dieser beginnt in Ventimiglia, führt an der ligurischen Küste entlang und mündet in Sarzana (Toskana) in die Via Francigena. Heute benutzen viele Pilger diesen Weg. Viele der Etappen dieses Weges sind sehr geschichtsträchtig.

Scendendo verso Ponte a Rigo
Radicofani (SI)

Erstmals erwähnt wurde die Via Francigena im Jahre 876 in einem Dokument der Abtei S. Salvatore del Monte Amiata. Es handelte sich hier um einen Pachtvertrag für ein Feld im Gebiet des Orcia-Tals, durch das die Via Cassia führt, unterhalb von Radicofani.
Zitat aus der Urkunde: ".per fossatu descendente usque in via Francisca"

Schon damals war bekannt, dass dieser Weg aus Frankreich kam und viele Pilger und Kaufleute nach Rom und weiter nach Jerusalem oder umgekehrt nach Santiago de Compostela brachte.
Der Weg war also schon zu dieser Zeit sehr lebendig und unter dem heute noch gebräuchlichen Namen bekannt.Für den heutigen Pilger hat die Via Francigena viele Überraschungen bereit.
Der Weg führt durch wunderschöne Landschaften mit fantastischen Plätzen. Es ist möglich, schöne Aussichte zu genießen und tolle Menschen zu treffen.
Wir möchten festhalten, dass Italien ein wunderschönes Land ist, das aber nur von den Italienern richtig verstanden wird. Daher ist es äußerst wichtig, einen guten Reiseführer - möglichst von Italienern geschrieben, die die Bedürfnisse der Pilger genau kennen - zu besitzen, um so die besten Lösungen und Hinweise zu erhalten.

Basolato Romano dopo Montefiascone
Montefiascone (VT)

Eine genaue Wegbeschreibung findet man in dem Buch " Guida alla Via Francigena", welches von Monica DÀtti und Franco Cinti geschrieben wurde.
Beide Autoren sind den Weg mehrmals zu Fuss gegangen mit dem Ziel, den Pilgern einen fundierten Pilgerführer mit äußerst detaillierten Beschreibungen und vielen praktischen Hinweisen und Tipps zur Verfügung stellen zu können, da viele Wegabschnitte noch nicht oder nicht ausreichend kennzeichnet sind. Zudem wird den Pilgern, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, die Orientierung durch die Schilder, die für die Autofahrer vorgesehen sind, oft erschwert.
Alle genannten Unterkünfte wurden von den Autoren besichtigt. Die neuesten Hinweise und aktuellsten Informationen dazu findet man unter www.guidafrancigena.it.
Der Weg ist "in Bewegung" und öffnet sich immer mehr für den wahren Pilger.

Wir unterstreichen zwei wichtige Aspekte für die Menschen, die als echte Pilger diesen Weg beschreiten:
1. Es ist wichtig zu wissen, dass eine Gruppe von freiwilligen Helfern, genannt "Custodi della Via" (Schützer des Weges), die Kennzeichnung des Weges mit großer Aufmerksamkeit und auf eigene Kosten betreibt. Das Kennzeichen ist ein kleiner Pilger (pellegrinetto) in gelber Farbe und ein weißer Pfeil in Richtung Rom bzw. ein gelber Pfeil in Richtung Santiago. Diese Lösung wurde gewählt, weil die Pilger diesen Weg in beide Richtungen beschreiten. Die Schilder findet man von Chivasso bis Lamporo und weiter von Vercelli bis S. Cristina (über Pavia) sowie von Piacenza bis Fornovo. Von Pieve di Bardone bis zum Cisa-Joch existiert seit langem eine sehr gute und klare Kennzeichnung von den CAI della VF. Von Sarzana bis Rom werden die Pilger dann wieder von dem kleinen gelben Pilger begleitet.

2. Der andere wichtige Punkt ist das Wissen über die Unterkünfte. In ganz Italien gibt es Pensionen, Hotels und Urlaub auf dem Bauernhof. Es ist leicht, diese Adressen zu finden, ob in Touristenführern oder im Internet. Für Leute, die als echte Pilger unterwegs sind, erschließen sich aber auch noch andere Möglichkeiten. In dem genannten Reiseführer und auf den erwähnten Internetseiten sind viele Adressen von Pfarreien/ Kirchen und Familien aufgeführt, die den Pilgern ein Dach über dem Kopf zur Verfügung stellen. Diese erkennt man an dem Zeichen "OP" (ospitalita povera). Für die Pilger mit Schlafsack und Thermomatte wird ein Platz am Boden oder auch ein Bett im ehemaligen Kinderzimmer angeboten. Es ist üblich, als Dank für die Übernachtung einen kleinen Obolus zu geben, auch wenn die Unterkunft kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Wir empfehlen ein bis zwei Tage im Voraus die Unterkunft zu reservieren, da nicht so viele Plätze zur Verfügung stehen wie z.B. am Camino de Santiago in Spanien. Wir appellieren an den "Pilgergeist", d.h. an Anpassungsfähigkeit und Geduld. Ob die Pilger entlang des Weges offene oder geschlossene Türen finden werden, hängt von dem Verhalten ihrer Vorgänger ab. Die Via Francigena wird auch so ausgebaut.

Vor Antritt der Pilgerfahrt empfehlen wir die Anschaffung eines Pilgerausweises (Credenziale), genau wie für den Camino de Santiago. Dieser ist erhältlich im Pfarramt. In einigen Unterkünfte ist das Vorzeigen des Pilgerausweises obligatorisch. Anderen hingegen ist die Existenz eines solchen Dokumentes unbekannt. Wir sind der Meinung, dass ein korrekter Pilger dieses Dokument besitzen muss. In Italien kann man den Pilgerausweis auch von der Bruderschaft von Santiago de Compostella (Confraternita di San Jacopo di Compostella) erhalten. Jedoch nur für eine Pilgerfahrt mit spirituellem Inhalt oder "devotionis causa".

Wir hoffen, dass Sie nach dem Lesen dieser Zeilen neugierig auf diesen Weg geworden sind.
Es täte uns sehr freuen, wenn auch Sie auf diesem Weg die gleichen intensiven Gefühle empfinden werden, wie wir empfunden haben und immer noch empfinden.

Für weitere Informationen lesen Sie bitte den genannten Reiseführer oder besuchen uns im Internet unter autori@guidafrancigena.it.

Ultreya

Monica e Franco

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